Woher kommt das Sprichwort „Scherben bringen Glück?“

Ein Glas geht kaputt und zahlreiche Scherben fliegen durch die Luft. Symbolbild für den Text, der erklärt, woher das Sprichwort kommt "Scherben bringen Glück".
10. März 2017

Geht etwas kaputt, sagen wir zum Trost „Scherben bringen Glück“.  Dabei ist das ja ein recht merkwürdiges Sprichwort. Also woher kommt die Redensart?

Ich habe zwei Erklärungen entdeckt:

  1. Wenn etwas kaputt geht, also Scherben entstehen, macht das Krach. Durch diesen Lärm werden böse Geister vertrieben und das bringt Glück. Darauf beruht noch heute der Brauch, beim Polterabend Geschirr zu zerschmeißen.
  2. Früher wurden angeblich auch ganze Gefäße als „Scherbe“bezeichnet.* Viele Scherben bedeuteten also viele Gefäße und damit viele Vorräte. Und zahlreiche Vorräte sind eine schöne Sache.

Wenn also mal wieder etwas kaputt geht, können wir ruhig sagen „Scherben bringen Glück.“


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*Anmerkungen:

  • Für den 1. Punkt finden sich viele Nachweise. Zudem sei darauf hingeweisen, dass dies alles vermutlich auf die jüdische Tradition zurückgeht, bei Hochzeiten ein Glas zu zertreten, um so an die Zerstörung des Tempels im Jahr 70 nach Christus zu erinnern.
  • Über den 2. Punkt habe ich gelesen, aber für die Aussage, das Wort „Scherbe“ bezeichnet auch Gefäße, bis auf eine kleine Ausnahme keine Belege gefunden. Daher sollte der 2. Punkt mit Vorsicht genossen werden. Falls du mehr weißt und mir weiterhelfen kannst, freue ich mich auf deinen Kommentar! (Und über jeden anderen Kommentar freue ich mich auch ;)  )

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Über den Autor

Peter Wort

Ich bin der Mensch hinter 100woerter.de Beruflich mache ich ein bisschen was mit Schreiben, ein bisschen was mit Internet und ein bisschen was mit Organisation. Und irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf lange Texte im Internet. Deshalb habe ich 100woerter.de gegründet und schreibe kurze Texte. Ich hoffe, dir gefällt die Seite! :)

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